Dienstag, 4. August 2026 · Lesezeit unter drei Minuten 84 Prozent messen. Und dann?Der Vermerk Die IHA hat mit Clostermann & Jasper 232 Hotels zur Nachhaltigkeit befragt, wissenschaftliche Leitung Dr. Steve Waitschat. Kernbefund: Der größte Engpass ist nicht der Wille, sondern Zeit, Personal und Geld. Und: 84 Prozent der Häuser erfassen bereits ihre Energieverbräuche. Die 84 Prozent sind die gute Nachricht und zugleich die Falle. Erfassen fühlt sich schon wie Handeln an. Ein Energiebericht, der monatlich sauber erstellt und dann abgeheftet wird, steuert genau nichts. Das Verdikt
Die Handlung Eine einzige Verbrauchszahl pro Monat in Euro übersetzen und mit genau einer Maßnahme ins Morgenmeeting nehmen. Kostet keine neue Ressource und trifft den Engpass, den die Studie selbst benennt. Rechenbeispiel: Ein Haus gibt im Jahr 30.000 Euro fürs Heizen aus. Ein Grad weniger in Fluren, Lager und Tagungsräumen spart als Faustwert rund sechs Prozent Heizenergie, hier also etwa 1.800 Euro im Jahr. Ihr echter Hebel steht in Ihrer eigenen Abrechnung: nachmessen, nicht behaupten. Quellen: IHA-Branchenstudie „Nachhaltigkeit in der Hotellerie 2026", 232 Betriebe · Faustwert „1 Grad ≈ 6 % Heizenergie": Umweltbundesamt (bei modernen Gebäuden geringer). Einordnung aus der Betriebspraxis, Beispielwerte sind Rechenbeispiele. |