Dienstag, 11. August 2026 · Lesezeit unter drei Minuten Der Juni war schlecht. Das Halbjahr war Rekord.Der Vermerk Die Zahlen für den Juni sind da, und die Schlagzeile ist eindeutig: minus 2,9 Prozent, „Dämpfer", 48,9 Millionen Übernachtungen in Deutschland. Wer nur die Überschrift liest, geht mit einem mulmigen Gefühl ins Herbstgeschäft. Wir haben nachgemessen, in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes selbst. Dort steht im selben Text ein zweiter Satz, der es kaum in die Meldungen geschafft hat: Das erste Halbjahr 2026 war mit 223,8 Millionen Übernachtungen der höchste je gemessene Wert für ein erstes Halbjahr. Und der Juni-Rückgang ist keiner der Nachfrage insgesamt: Gäste aus dem Inland gingen um 3,6 Prozent zurück, Gäste aus dem Ausland legten um 1,6 Prozent zu. Das Verdikt
Die Handlung Vergleichen Sie heute Ihre eigenen zwei Zahlen, bevor Sie über Maßnahmen reden: Übernachtungen Januar bis Juni 2026 gegen denselben Zeitraum 2025, und Juni gegen Juni. Fünf Minuten im PMS.
Rechenbeispiel: Ein Haus mit 60 Zimmern und 70 Prozent Jahresauslastung verkauft rund 15.300 Zimmernächte. Ein Prozentpunkt Auslastung sind gut 200 Zimmernächte, bei 120 Euro also rund 26.000 Euro Umsatz im Jahr. Der bundesweite Juni-Rückgang von 2,9 Prozent wäre auf ein ganzes Jahr gerechnet etwa der Wert dieses einen Monats. Ihr echter Hebel steht in Ihrer eigenen Statistik: nachmessen, nicht behaupten. Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung August 2026 zum Juni-Ergebnis: 48,9 Mio. Übernachtungen (minus 2,9 % zum Vorjahresmonat), Inland 41,2 Mio. (minus 3,6 %), Ausland 7,7 Mio. (plus 1,6 %), 1. Halbjahr 2026 mit 223,8 Mio. neuer Höchststand · aufgegriffen u. a. von Tageskarte und ahgz. Einordnung aus der Betriebspraxis, Beispielwerte sind Rechenbeispiele. |